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Ankommen in Tunesien – Eine Woche in Kantaoui: Hitze, Hormone & „Haute Standing“

In diesem persönlichen Erfahrungsbericht beschreibe ich meine erste Woche in Kantaoui nach der Ankunft in Tunesien – zwischen Hitze, Improvisation, Fehlentscheidungen und emotionalem Chaos. Der Text ist keine Anleitung, sondern eine ehrliche Momentaufnahme über Ankommen, Überforderung und das langsame Sortieren von Prioritäten.

Ankunft: 14. August 2025. – Exakt sieben Tage später tippe ich diese Zeilen in Kantaoui.

🛬 Drama-freier Touchdown

Trotz fast dreistündiger Verspätung war die Einreise in Tunis eine Nullnummer: keine Kontrollen, kein unnötiges Theater. Luna kam in ihrer Box auf dem Gepäckband zurück – durchgeschüttelt, ein bisschen beleidigt, aber heil und gesund. Hallo, Tunesien.

Ankommen in Tunesien – erste Tage zwischen Nähe und Überforderung

💥 Begrüssungskomitee & Sofortige Regelbrechung

In der Wohnung warteten meine zauberhafte Ex-Schwägerin, ihr Mann Chaker und sein Neffe Riadh. Regel Nr. 1 („Keine Männer in meiner Wohnung“) segnete quasi auf der Fussmatte das Zeitliche. Und da ich gleichzeitig Management und Personal der Abteilung für Massenhysterie & Chaos bin, folgte Regel Nr. 2 („Kein Sex ohne Liebe“) kurz darauf.

Eigentlich sollte das ja einfach sein, oder? Einfach „Nein, danke“ sagen. Zu meiner Verteidigung: Hormone. Riadh ist heiss, das Wetter in Kantaoui ist doppelt heiss, und – Überraschung für mich selbst – nach fünf Jahren war ich endlich auch mal wieder heiss.

😴 Nur-Sex ist… nur Sex

Der Sex war schlichtweg schlecht. Nicht in Ordnung, nicht mal mittelmässig – er war aufrichtig lausig. Eine mühsame, tollpatschige Interaktion mit fremder Haut auf meiner Haut und Händen an meinem Körper, die eindeutig einem Neuling gehörten. Der sogenannte Experte, der sich selbst augenscheinlich für einen grandiosen Liebhaber hielt, hatte keine Ahnung, wie man die Sache richtig angeht. Viel Gerede, nichts dahinter.

Was fehlte, war kein dramatischer, wunderschöner Knoten aus Liebe und Schmerz. Was fehlte, war das Einzige, was wirklich zählt: tatsächliche Kompetenz und Können. Ohne das ist es völlig egal, ob es passiert oder nicht.

Was bleibt, ist ein Gefühl des absoluten Anti-Höhepunkts, dieses kleine, fiese Gefühl, Zeit an eine pompöse Enttäuschung verschwendet zu haben.

Zur Klarstellung: Ich leide nicht unter Reue wegen des Akts an sich. Ich leide unter Schlafmangel und Rückenschmerzen. Und offen gesagt: Langeweile.

Wohnen in Kantaoui – Erwartungen, Hitze und Realität

🛋️ „Haute Standing“, mein… Arsch

Hauptverdächtiger für die Rückenschmerzen: mein sogenanntes „Haute Standing“-Setup – ein kaputtes Sofa, eine defekte Klimaanlage und Plastikmöbel, die „Ferienwohnung, falscher Film“ schreien. Ja, La Familia hatte recht: zu teuer für das, was es ist. Autsch im Portemonnaie, Autsch im Kreuz.

Fairerweise: Die Lage ist wirklich traumhaft. Es ist nur momentan so brüllend heiss, dass selbst ich – Liebhaberin von Sommer und Sonne – mich tagsüber drinnen verstecke. Bei plus 40°C dient die Terrasse als professionelle Grillplatte.

🐕 Luna-Status

Luna lebt, schnüffelt, frisst und wirft mir Blicke zu wie: „Ernsthaft, Mensch? Plastikstühle?“ Wir gewöhnen uns an. Sie an die Hitze, ich ans Möbeldrama.

Alltag in Tunesien – Woche eins im Improvisationsmodus

🔎 Die erste Woche: Suchen, Finden, Fluchen

Diese Woche habe ich hauptsächlich gesucht: Wasser, einen Schraubenzieher, eine SIM-Karte, einen Ventilator, Quittungen, Geduld. Die Lernkurve ist steil; ich klettere immer noch. Details ein andermal. Für heute: Tunesien testet dich nicht – es sortiert dich. In Geduld. In Humor. In Prioritäten.

📝 Sieben-Tage-Fazit

Fortsetzung folgt. Nächstes Mal berichte ich aus den Schützengräben zwischen Baumarkt, Basar und Bürokratie – und warum „mal eben schnell etwas suchen“ eine lokale Zeiteinheit ist.

  • Der Text beschreibt meine erste Woche nach der Ankunft in Tunesien.
  • Im Fokus stehen Überforderung, Hitze, Improvisation und emotionale Übergänge.
  • Themen sind Wohnen, Alltag, Nähe, Fehlentscheidungen und Lernprozesse.
  • Der Beitrag ist bewusst subjektiv und nicht verallgemeinernd.
  • Er versteht sich als persönliche Momentaufnahme, nicht als Ratgeber.
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